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G/A D
Paul Gerhard 1656
D A D
1. Geh’ aus mein Herz und suche Freud
D A D
In dieser schoenen Sommerzeit
A E A
An deines Gottes Gaben
A7 D
Schau an der schoenen Gaertenzier
A7 D
Und siehe wie sie mir und dir
D A D
Sich ausgeschmuecket haben,
G A D
sich ausgeschmuecket haben.
2. Die Baeume stehen voller Laub
Das Erdreich decket seinen Staub
Mit einem gruenen Kleide
Narzissen und die Tulipan
Die ziehen sich viel schöner an
|: Als Salomonis Seide :|.
3. Die Lerche schwingt sich in die Luft
Das Taeublein fliegt auf seiner Kluft
Und macht sich in die Waelder
Die hochbegabte Nachtigall
Ergoetzt und fuellt mit ihrem Schall
|: Berg Huegel Tal und Felder :|.
4. Die Glucke fuehrt ihr Voelklein aus
Der Storch baut und bewohnt sein Haus
Das Schwaelblein speist die Jungen
Der schnelle Hirsch das leichte Reh
Ist froh und kommt aus seine Hoeh
|: In’s tiefe Gras gesprungen :|.
5. Die Baechlein rauschen in dem Sand
Und malen sich an ihrem Rand
Mit schattenreichen Myrten
Die Wiesen liegen hart dabei
Und klingen ganz vom Lustgeschrei
|: Der Schaf’ und ihrer Hirten :|.
6. Die unverdrossne Bienenschar
Fliegt hin und her, sucht hier und da
Ihr edle Honigspeise
Des sueßen Weinstocks starker Saft
Bringt taeglich neue Staerk’ und Kraft
|: In seinem schwachen Reise :|.
7. Der Weizen waechset mit Gewalt
Darueber jauchzet jung und alt
Und ruehmt die grosse Guete
Des, der so ueberfluessig labt
Und mit so manchem Gut begabt
|: Das menschliche Gemuete :|.
8. Ich selber kann und mag nicht ruhn
Des grossen Gottes grosses Tun
Erweckt mir alle Sinnen
Ich singe mit, wenn alles singt
Und lasse was dem Hoechsten klingt
|: Aus meinem Herzen rinnen :|.
9. Ach denk ich bist Du hier so schoen
Und laesst Du’s uns so lieblich gehn
Auf dieser armen Erde
Was will doch wohl nach dieser Welt
Dort in dem reichen Himmelszelt
|: Und gueldnen Schlosse werden? :|
10. Welch hohe Lust, welch heller Schein
Wird wohl in Christi Garten sein!
Wie wird es da wohl klingen?
Da so viel tausend Seraphim
Mit unverdrossnem Mund und Stimm
|: Ihr Halleluja singen :|.
11. Oh waer ich da, o stuend ich schon
Ach suesser Gott vor Deinem Thron
Und truege meine Palmen!
So wollt ich nach der Engel Weis’
Erhoehen Deines Namens Preis,
|: Mit tausend schoenen Psalmen :|.
12. Doch gleichwohl will ich weil ich noch
Hier trage dieses Leibes Joch
Auch gar nicht stille schweigen.
Mein Herze soll sich fort und fort
An diesem und an allem Ort
|: Zu Deinem Lobe neigen :|.
13. Hilf mir und segne meinen Geist
Mit Segen, der vom Himmel fleusst,
Dass ich Dir stetig bluehe;
Gib, daß der Sommer Deiner Gnad
In meiner Seele frueh und spat
|: Viel Glaubensfruecht erziehe :|.
14. Mach in mir Deinem Geiste Raum,
Dass ich Dir werd ein guter Baum,
Und laß mich Wurzeln treiben;
Verleihe, daß zu Deinem Ruhm,
Ich Deines Gartens schoene Blum
|: Und Pflanze moege bleiben :|.
15. Erwaehle mich zum Paradeis,
Und lass mich bis zur letzten Reis
An Leib und Seele gruenen;
So will ich Dir und Deiner Ehr
Allein und sonstern Keinem mehr
|: Hier und dort ewig dienen. :|
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